Deutschland muss seine Zusagen einhalten und Gelder für das Yasuni-Projekt freigeben!
Sehr geehrter Herr Klein,
während sich die Bundesregierung in der Öffentlichkeit als Weltmeister im Klimaschutz feiern lässt, stiehlt sie sich in der konkreten Umsetzung aus der Verantwortung.
So blockiert die jetzige Bundesregierung die Auszahlung von 50 Mio. € zur Unterstützung des Yasuni-Projekts in Ecuador. Mit dieser Initiative will die ecuadorianische Regierung auf die Ausbeutung der Erdölverkommen in einem der letzten unberührten Regenwälder Südamerikas verzichten, sofern sie dafür Kompensationszahlungen erhält. Dadurch könnten sowohl über 400 Mio. Tonnen CO2-Emissionen als auch die weltweit einzigartige Artenvielfalt erhalten bleiben. Der hieraus resultierende volkswirtschaftliche Mehrwert wird auf mehrere Milliarden Euro geschätzt.
Unter Schwarz-Rot hat die Bundesregierung auch finanzielle Unterstützung dieses einzigartigen und wegweisenden Projektes zugesagt.
Leider blockiert aber das jetzt FDP-geführte Entwicklungshilfeministerium aus fadenscheinigen Gründen die Freigabe der Gelder. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat allerdings das letzte Wort.
Wenn dieser am 10.11.2011 die Finanzmittel in Höhe von 50 Mio. € nicht freigibt, steht das Projekt vor dem Aus. Wir fordern Sie als Mitglied in diesem Ausschuss auf, für eine Entsperrung der zugesagten Gelder zu stimmen.
Können Sie es mit Ihrem Gewissen vereinbaren, sich in Sonntagsreden zu den Zielen des Umwelt- und Klimaschutzes zu bekennen, in der praktischen Umsetzung aber genau dieses Ziel zu torpedieren?
Herr Klein, werden Sie ihrer Verantwortung gegenüber Umwelt und Klima gerecht und stimmen Sie für eine Freigabe der versprochenen Gelder!
gez. Florian Kraft/Peter Neuhaus
Sprecherteam
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