Die im Regionalrat Arnsberg beauftragte Studie der Universität Siegen zur Verkehrssicherheit der Landesstraßen in unserer Region macht es deutlich: Die südwestfälischen Straßen befinden sich in einem derart schlechten Zustand, dass innerhalb der nächsten gut zehn Jahre von einer ernsthaften Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit auf jedem vierten Straßenkilometer ausgegangen werden muss.
„Die nicht von uns, sondern von der CDU im Regionalrat Arnsberg veranlasste Studie macht klar: Schon jetzt sind die Schäden an den Straßen in Siegen-Wittgenstein immens“, betonen die Sprecher des Grünen Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein, Dr. Peter Neuhaus und Florian Kraft. „Man braucht sich nur den Zustand der L 719 von Walpersdorf zur Siegquelle anzusehen, um ein Bild von der Situation zu bekommen.“
Aus diesem Grunde sehen Neuhaus und Kraft keine Alternative zur Ertüchtigung des bestehenden Straßennetzes: „Wir müssen die ohnehin nicht im Übermaß vorhandenen Gelder für die Verkehrsinfrastruktur unbedingt in die Instandsetzung der vorhandenen Straßen fließen lassen. Es kann nicht sein, dass ständig über neue, teure Großprojekte wie die sogenannte Route 57 diskutiert wird, während die bestehende Straßensubstanz zusehends verrottet. Die Erhaltung der Landesstraßen muss insbesondere in einer ländlichen Region wie Siegen-Wittgenstein oberste Priorität genießen.“
Die Freunde großer Straßenneubauphantasien, in unserer Region also CDU, SPD und FDP, sollten nach Meinung der Grünen-Sprecher aufgrund ihrer eigenen Erkenntnisse nun endlich auf die Linie der NRW-Landesregierung einschwenken und zu einer pragmatischen Vernunft finden, welche die Pflege und Instandhaltung der vorhandenen Straßen der Umsetzung neuer – noch dazu höchst umstrittener – Straßenbauvorhaben wie der Route 57 vorzieht.
Kreisverband Grüne Siegen Wittgenstein
Florian Kraft und Peter Neuhaus
Löhrstr. 7
57072 Siegen
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