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Bildungspolitisches Manifest

Bildungspolitisches Manifest

Die Königsstraße...... eine Fußgängerzone?

Oder Wirtschaftsförderung, die nichts kostet

Sonntagnachmittag. Ich mache mit meiner Familie einen Bummel durch die Königsstraße. Es ist einer warmer Nachmittag und die Tische und Stühle vor den Gaststätten laden zum verweilen ein. Ein Kaffee, für die Kinder ein Eis. . . .

 
Es könnte ein schöner Sonntagnachmittag werden, wenn nicht die Autos dicht an unserem Tisch vorbeifahren würden. Ein Gespräch ist nur mit Unterbrechungen möglich. Die Nasen rümpfen sich durch Autoabgase.....


...kann für Fußgänger durchaus gefährlich werden, .....
Begegnungsverkehr in der Königsstraße


Viele Versuche sind schon gestartet worden, um die Verkehrsführung in der Königsstraße so zu gestalten, dass die Verkehrsbelastung geringer wird. Zu einer sinnvollen Lösung konnten sich die Vertreter im Rat der Stadt Bad Laasphe jedoch nicht durchringen. Der Verkehrsstrom fließt unverändert, und das mit zumeist zu hoher Geschwindigkeit durch das Herz der Stadt. Gefährdungspotiental für Fußgänger, insbesondere wenn es zum Begegnungsverkehr von zwei entgegenkommenden Autos kommt, ist in einem hohen Maße gegeben. Viele Kommunen haben sich schon seit Jahren entschieden, ihr Zentrum aufzuwerten, indem sie eine Fußgängerzone eingerichtet haben. Auch die Königsstraße würde als Fußgängerzone deutlich an Attraktivität gewinnen. Doch gerade die Attraktivität hat abgenommen. Das  erkennt das menschliche Auge sofort. Leere Schaufenster, Schilder mit der Aufschrift: "Ladenlokal zu vermieten", hinterlassen nicht nur bei den Bürgern der Stadt Bad Laasphe den Eindruck sich in einer sterbenden Innenstadt  zu befinden. Das neue Einkaufszentrum auf dem Koch'schen Gelände tut sein übriges dazu, um das Herz der Stadt Bad Laasphe weiter zu schädigen.


... ein leerstehendes Ladenlokal


Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, sind mutige Entscheidungen gefragt. Neue Wege sollten eingeschlagen werden.

Was spricht gegen die "Fußgängerzone" Königsstraße? Der Stadtkern wird deutlich aufgewertet. Er lädt zum Bummeln und Verweilen ein. Die Besucher unserer Stadt erkennen sofort, dass sich hier das Zentrum der Stadt befindet, zumal die Altstadt mit ihren schönen Fachwerkhäusern nahezu ideale Voraussetzungen hierfür erfüllt. Einzelhandelsgeschäfte siedeln sich wieder an und die Cafès und Gaststätten haben die Möglichkeit zu überleben.
Uns sind viele Kommunen bekannt, die diesen Weg, auch gegen Widerstand, mit Erfolg durchgesetzt haben. Dort sind die Fußgängerzonen nicht mehr weg zu denken und bilden nicht nur das Zentrum des Einzelhandels, sondern auch den Mittelpunkt des sozialen Lebens in der Stadt.
Wir sind bereit, gemeinsam  mit den Bürgern der Stadt und den Anwohnern der Königsstraße eine wirkliche Mitte entstehen zu lassen!